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  Seit Januar 2014 im Buchhandel erhältlich.

Band II - Hildesheimer Frauen aus sechs Jahrhunderten

Frauenporträts ... erforscht und dargestellt durch Mitglieder der Geschichtsgruppe im Frauen-Labyrinth-Projekt Region Hildesheim e.V.

Herausgeberin: Dr. Andrea Germer

Preis: 16,95 €
Verlag: Gerstenberg
ISBN 978-3-8067-8782-5

Das Buch ist in den ServiceCentern der Hildesheimer Allgemeine Zeitung in Hildesheim, Bad Salzdetfurh und Sarstedt, bei der tourist information im Tempelhaus (Hildesheim) und im Buchhandel erhältlich.

 

Aus dem Vorwort:


Titelblatt (Ausschnitt) von Band II

"... aber eines stand immer klar und felsenfest in mir: die Überzeugung, dass ich nicht über diese Erde schreiten werde, ohne ihr eine wenigstens leise Spur meiner Schritte eingeprägt zu haben.“   Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916)

Die Mitglieder der Geschichtsgruppe im Frauen-Labyrinthprojekt Region Hildesheim e.V. haben im Jahr 2008 mit dem Buch „Töchter der Zeit“ die ersten Ergebnisse ihrer Recherchen über Hildesheimer Frauen vorgelegt. Damals konnten die Biographien von 24 Frauen aus acht Jahrhunderten vorgestellt werden. In dem nun vorliegenden zweiten Band werden weitere siebzehn Lebensläufe, nunmehr aus sechs Jahrhunderten präsentiert, wobei der Schwerpunkt auf dem 20. Jahrhundert liegt.

Erneut stehen Frauen im Mittelpunkt, die in einem mehr oder weniger engen Bezug zu Hildesheim stehen. Es sind bekannte Frauen darunter, deren Namen man weit über die Region hinaus kennt, und weniger bekannte, bisher eher nur der eigenen Familie und dem Freundeskreis vertraut, deren Lebensentwürfe und Leistungen doch überaus anregend wirken.

Die vorgegebenen Möglichkeiten zu erweitern und den eigenen Weg zu wählen – oft gegen Widerstände –, das kann leichten Herzens geschehen und frohgemut oder voller Angst davor, den schützenden Rahmen zu verlassen. Die Frauen, die wir vorstellen, haben es gewagt. Ihre Geschichten regen zum Nachdenken an oder sind doch zumindest unterhaltsam. Und sie mögen stellvertretend stehen für viele namenlose Frauen, deren Leistungen nie jemand öffentlich würdigen wird.

 

INHALTSVERZEICHNIS


 

Vorwort

 

„Ihnen verwunderte, daß wir so einig waren“

Elisabeth von Ercksleben (? – 1561)

Äbtissin des Magdalenenklosters von 1524-1561

Melsene Meyer

 

„Freude war in ihrem ganzen Herzen, auch Jubel.“

Jente Hameln (um 1623-1695)

Ahnfrau bedeutender und berühmter Persönlichkeiten

Gudrun Wille

 

„Das ist gewiß, dass ihr Gedächtnis bleiben wird, solange die Sonne währet und bis in Ewigkeit.“

Elisabeth von Rantzau(1625-1706)

Gründerin des Annuntiatinnen-Klosters in Hildesheim

Andrea Germer

 

Die Neuordnung des höheren Mädchenschulwesens vom Jahre 1908 hat den Rechenunterricht gründlich umgestaltet.“

Dr. Klara Löbenstein (1883-1941)

Mathematikerin und Doktorandin von David Hilbert

Christina Prauss

 

 „Und brichst du dir das Nasenbein - sei froh es könnt der Hals auch sein!“

Aloisia Böttcher, geborene Suoch (1875-1966)

Mitglied einer Damenkapelle

Gabriele Stockhofe

 

„Ich aber wollte Kindern helfen, ihren Geist und ihr Gemüt erschließen, sie begeistern, anspornen und liebhaben.“

Professor Dr. Marie Anne Kuntze (1881-1970)

Lehrerin und Direktorin der Goetheschule in Hildesheim

Sabine Jensen

 

„Wir hatten unendlich viel Arbeit, aber auch die Hilfe durch den Staat und die Stadt.”

Marie Wagenknecht (1885-1970)

Kommunalpolitikerin

Rotraut Hammer-Sohns

 

„Weshalb wollen Sie mich alte Frau im Bilde zeigen? Meine Arbeiten sind wichtiger!“

Gertrud Mathilde Küsthardt-Langenhan (1877-1971)

Bildhauerin und Malerin

Regina Viereck

 

„Geduld ist Kraft in höchster Potenz.“

Gertrud von le Fort (1876-1971)

Wandlung einer protestantischen Adligen zu einer bedeutenden katholischen Schriftstellerin

des 20. Jahrhunderts

Doris-Kathrin Boldt

 

„Das ist der rote Faden in meinem Leben, was ich auch getan habe: immer zuerst der Beruf, der Beruf der Beruf.“

Hertha von Walther (1903-1987)

Schauspielerin

Rotraut Hammer-Sohns

 

„Jetzt, wo sie nicht mehr da ist, ist die Welt ein bisschen dunkler.“

Ebba-Margareta von Freymann, geborene de Pers (1907-1995)

Übersetzerin und Lyrikerin

Christina R. Hirschochs

 

„Anni hörte mit großen Augen von Martin Bubers ‚Drei Reden über das Judentum’ und beschloss, dass Eretz Israel, und nur Eretz Israel, der richtige Weg für sie sei.“

Anni Lamdan, geborene Anna Ballheimer (1901-1995)

Jugendbewegte Pionierin in Palästina und Frau des israelischen Nationaldichters Yitzhak Lamdan

Christina Prauss

 

„Feuer und Feuerwerk – das ist Marianne Stolp.“

Marianne Stolp (1935-2004)

Kostümbildnerin

Gabriele Stockhofe

 

Eine Malerei, in der sich Organisches und Geistiges wieder harmonisch durchdringen“

Waltraute Macke-Brüggemann (1913-2006)

Bildende Künstlerin

Christina R. Hirschochs

 

„Die politische Frauenarbeit hat in der SPD eine lange Tradition.“

Elfriede Wipprecht (1927-2008)

Geschäftsführerin

Rotraut Hammer-Sohns

 

„Wir wollen menschlichere Menschen werden“

Eva Bormann (1912-2009)

Friedensfrau                                                                         

Gabriele Stockhofe

 

„Sie liebte nicht nur die Naturwissenschaften, sondern interessierte sich auch für Kunst, bei der Haushaltskunst besonders für die Küche.“

Dr. Annie Kestelyn, geborene Loebenstein (1914-2010)

Chemikerin und Kommunistin aus gutem Hause

Christina Prauss

An jeder Zeitwende ruft das Labyrinth sich in Erinnerung, als wollte es sich anbieten zur Neuorientierung, zur Besinnung auf uralte Gesetze des Lebens, ein Zeichen der Vielfalt und der Begrenzung.

Agnes Barmettler, Schweizer Labyrinth-Künstlerin, die das Hildesheimer Labyrinth mit initiiert hat.